Singen für den Frieden

Frieden!? Bedeutet das immer Weltfrieden!?

Beginnt er denn wirklich in der Welt? Etwa zwischen den Völkern? Etwa Seite an Seite, oder gar innerhalb der Religionen? An der Grenze zu meinen Nachbarländern? In meinem eigenen Land? In meiner Stadt? Meiner Arbeit? Meiner Freizeit? In meinem Freundeskreis? In meiner Familie? In meiner Partnerbeziehung? In MIR?

Ich bin überzeugt, Friede beginnt in meiner eigenen kleinen Welt. Ich entscheide bereits durch meine Gefühle, mein Empfinden und meine Gedanken über Frieden oder Unfrieden. Wie soll in der Welt Frieden herrschen, wenn sich selbst kleinste Strukturen in meinem Alltag in stetigem Unfrieden befinden?

Was brauche ich?

Muss Frieden erkämpft werden? Müssen wir demonstrieren, Petitionen unterschreiben, oder hat Frieden eine realistische Chance, wenn ich meinen ganz persönlichen inneren Frieden spüre und diesen ausstrahlen kann? Bin ich denn überhaupt so friedlich, wie ich es von mir denke? Ich beobachte mich mal achtsam. In einem ganz normalen Tag. In Begegnungen, Handlungen, Gesprächen, meinen Smalltalks und passe auf meine Gedanken auf. Bin ich friedlich?!?

Frieden ist Heimat – Heimat in mir!

Ich glaube Frieden ist gleichzeitig ein Stück Heimat. Wenn ich weiß wohin ich gehöre, wo ich mich geborgen fühlen, so sein kann wie ich bin, dann kann ich auch inneren Frieden spüren. Es kann für jeden individuell verschieden sein, was konkret dieses Gefühl erzeugt.

Es kann ein bestimmter ORT sein, muss aber nicht.
Es kann das eigene Haus mit Garten sein, muss es aber nicht.
Es kann ein riesiger Bekanntenkreis, oder eine bestimmte Clique sein, muss es aber nicht.
…oder vieles mehr.

Frieden spüren

Ich glaube diese Art Heimat zu spüren hat einfach mit Begegnung zu tun, in meinem Außen- wie in meinem Innen-erLEBen. Mit nährenden Wegbegleitern, wertvollem Austausch, geeinsamen ErLEBnissen, kostbaren Erinnerungen und darauf basierendes Vertrauen. Es ist eher ein Frieden-in-mir-spüren, das sich dann automatisch nach außen trägt.

Ich lade dich ein deine Heimat und vielleicht auch Frieden in dir zu finden. Mit Liedern, Geschichten, Gedichten, Tanz und vor allem – inmitten von Gemeinschaft.

Eine Geschichte…

Ein Vater kommt müde von seiner Arbeit und freut sich auf etwas Entspannung. Er will  gerade seine Zeitung aufschlagen und in aller Ruhe lesen, da kommt der kleine Sohn mit Freude auf seinen Vater zu gerannt.

Er fragt seinen Vater, ob er mit ihm spielen will. Der müde Vater will seinen Sohn nicht enttäuschen. Er reist eine Seite aus der Zeitung auf der ein Bild von der Weltkugel zu sehen war. Er zerstückelt das Bild in mehrere Stücke und knüllt sie zusammen.

Er gibt das Kügelchen seinem Sohn und sagt ihm: „Sobald du die Weltkugel zusammen hast, bin ich auch fertig mit meiner Zeitung und wir spielen dann gemeinsam“. In der Hoffnung, dass der Sohn einige Zeit beschäftigt sein wird, liest er in seine Zeitung weiter.

Nach wenigen Minuten kommt der Sohn und hat tatsächlich das Bild zusammen. Der Vater ist total erstaunt und fragt ihn: “Wie hast du es wohl hinbekommen mein Sohn?“ Der kleine sagt: „Es war ganz einfach Vater. Auf der Rückseite war ein Bild von einem Gesicht, sobald ich das Gesicht zusammen hatte, war auch die Welt fertig.“